Magnesium Wissen2019-07-02T12:18:11+02:00

Wissenswertes zum Thema Magnesium

Die monatliche Kolumne von Univ. Prof. Dr. Sepp Porta.

Hier finden Sie regelmäßig Neuigkeiten zum Thema Magnesium und seine Wirkung auf den menschlichen Körper.

Warum Magnesium-Öle und –Cremen Ihren Körper nicht mit Magnesium versorgen

Seit einiger Zeit sind so genannte „Magnesium-Öle“, „Magnesium-Cremen“ und dergleichen am Markt. Sogar in Apotheken habe ich ein reichhaltiges Sortiment dieser Applikationen gesehen, die auch als „Magnesium-Flocken“ daherkommen und viele Anwendungsbereiche, von Krämpfen bis Haarausfall abdecken sollen.

Es handelt sich dabei keineswegs, wie die Namen suggerieren, um Öle oder fetthaltige Cremen, sondern in allen Fällen um eine zwar hochkonzentrierte, aber doch wässrige Lösung eines Magnesiumsalzes, nämlich meist Magnesiumchlorid. Ich betone die Wasserlöslichkeit der sogenannten Magnesiumöle deshalb, weil unsere Haut neben der äußeren Hornhautstruktur, auch einen Fettmantel besitzt. Versuchen Sie einmal, Salzlösung durch eine Fettschicht zu bekommen – Sie werden grandios scheitern.

Warum das so ist? Unser Körper ist ein sensibles System, das von einer intakten Schutzschicht umgeben sein muss. Wenn nun Elektrolyte wie Kalium, Kalzium oder Magnesium ungehindert durch die Haut eindringen könnten, so wäre zum Beispiel ein Bad im Toten Meer, das konzentrierte Mineralstoffe enthält, lebensgefährlich.

Man kann einwenden, dass manchmal auch Testosteron oder Nikotin durch eine Art Pflaster durch die Haut transportiert werden. Das sind allerdings Wirkstoffe, die meist auf eine Trägersubstanz aufgebracht werden. Diese kann dann – weil fettlöslich – die Haut passieren und die hochwirksamen, sehr kleinen Mengen dieser Hormone und Wirkstoffe transportieren.

Bleibt noch die Hoffnung, dass in unserer Haut ein natürlicher Transporter existiert, der Magnesium oder andere Minerale von außen in den Blutkreislauf einschleust. 2017 wurde in einer internationalen Fachzeitschrift ein Artikel veröffentlicht, der sich mit Spurenelement- und Mineralstoffforschung beschäftigt – er macht diese Hoffnung zunichte. Einige Vorstandsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Magnesiumforschung haben in dem Artikel Untersuchungen vorgelegt (Trace Elements, 2017, 34/2, 45-48), die die Existenz eines solchen Transportsystems ins Reich der Spekulation verweisen.

Übrigens: Nur etwa ein Prozent einer auf die Haut aufgebrachten Lösung dringt tatsächlich in die Nähe der Haarwurzeln des Körpers ein. Um also mit einem Magnesium-Öl dieselbe Wirkung wie mit einer üblichen 150-mg-Tablette zu erreichen, müsste man mehr als einen Liter des „Öles“ auftragen. Ich habe in der Werbung solche Sprays um den Preis von etwa 19 € pro 100 ml gesehen – das wäre damit ein sehr teures Vergnügen.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

13.06.2019|

Warum Sie auf ionisiertes Magnesiums setzen sollten …

„Nur was löslich ist, wirkt“ wusste einst schon Paracelsus. Man kann diesen berühmten Satz als ersten Hinweis auf ionisiertes Magnesium nehmen. Denn nur ein Magnesiumsalz (so genannte Zitrate, Karbonate und Ähnliches) kann vom Körper aufgenommen werden. Warum? Weil Salze sich im Wasser und auch in Körperflüssigkeiten schnell lösen und sich dann die Salzkomponente vom reinen Magnesiummetall trennt. Und dieses pure, nun obendrein elektrisch geladene Magnesiumpartikel, nennt man ionisiertes Magnesium. Es kann, im Gegensatz zum Salz, ungehindert durch die Zellwände in das Zellinnere strömen, wo es seine eigentliche Wirkung entfaltet. Magnesium als Salz ist zwar praktisch zu verabreichen, kann aber nicht in die Zellen transportiert werden. Es muss das ionisierte, und damit geladene, Magnesiumteilchen sein.

Wenn man schlau ist, führt man dem Körper dieses „Magnesium mit Ionenantrieb“ schon vor starker körperlicher Anstrengung zu. Man löst Magnesiumsalze in Wasser, ionisiert so das Magnesium noch bevor es in den Körper kommt und unterstützt das noch durch Brausepulver, da Kohlensäure die Aufnahme weiter beschleunigt. So hat man schnell ionisierte Teilchen im Blut, die sich geschwind in Herz, Muskel, Nieren und Leber verteilen und dort dem Stoffwechsel auf die Sprünge helfen.

Wie machen sie das?

Ionisiertes Magnesium ist wie ein Krake mit sechs stabilen Fangarmen.

Stellen wir uns eine Steckverbindung mit Ansatzhülsen für sechs Verbindungsstäbe vor – flugs ist der Eckpunkt eines haltbaren Gerüstes geschaffen. Das ist eine der wichtigsten Wirkungen von ionisiertem Magnesium: Es ist sehr reaktionsfähig, hängt sich in der Zelle an Nucleinsäuren – unser Erbgut – oder an Energietransportsysteme, steckt dort wichtige Teile zusammen, sodass sie miteinander reagieren können und bringt so den Stoffwechselmotor zum Brummen. Bei Nucleinsäuren schweißt es gebrochene Verbindungen wieder zusammen und repariert, meist in Nachtschichten, kaputtes Erbmaterial. Magnesium ist also eine Art „Gelber Engel der Zellgesundheit“ und je schneller man es in geladener, ionisierter und hochreaktiver Form an den Wirkungsort bringen kann, desto besser.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

08.05.2019|

Hohe mentale Belastungen treiben Magnesium aus dem Blut

Bei Stress wird vom Körper vermehrt Magnesium ausgeschüttet, danach sinkt das Magnesium im Blut wieder, die körpereigenen Speicher sind aufgebraucht. Gemeinsam mit meinem Forschungsteam fragte ich mich: Welcher Stress? Ist darunter die Reaktion des Körpers auf einen Marathonlauf oder auf eine Prüfung zu verstehen?

Um alltägliche Magnesiumverluste ohne Muskelanstrengung erklären zu können, interessierte mich vor allem die mentalen Reaktionen des Körpers auf außergewöhnliche Erlebnisse.

Da spielten mir zwei Untersuchungen in die Hände: Einmal die Messung von 192 Personen vor einem entscheidenden 2400-Meter-Lauf und die Messung von 78 Personen vor einem Bungee-Sprung.

Es stellte sich zu meiner Verblüffung folgendes heraus: Durch die Erregung vor dem Lauf wird offenbar viel Magnesium aus den Geweben ins Blut transferiert. Dies bestätigt jene Untersuchungen, die den Adrenalinanstieg als Ursache für Magnesiumverlust aus Muskeln und anderen Organen verantwortlich machen. Je höher also die Nervosität vor dem Lauf, desto höher der Magnesiumspiegel im Blut. So weit, so gut.

Vor dem Bungee-Sprung ist aber alles anders. Da haben die Nervösesten die niedrigsten Magnesiumwerte. Da stellt sich die Frage nach dem Warum. Warum diese vollkommen widersprüchlichen Ergebnisse?

Stress ist nicht gleich Stress!

Die Aufregung vor dem Bungee-Sprung war ungleich größer. Ein mäßiger Adrenalinanstieg wie vor dem Lauf führt offensichtlich zu sehr starkem Magnesiumausstrom aus den Geweben. Erhöht sich aber der Adrenalinspiegel so stark, wie es durch die Angst vor dem Bungee-Sprung passiert, so aktiviert man nicht nur den Adrenalineinstrom ins Blut, sondern auch den Ausstrom aus dem Blut. Das kann zu Magnesiumverlust über die Niere führen aber auch zu Magnesium-Umverteilung in Organe, die Magnesium dringend brauchen. Im Blut ist dann also kein Magnesium mehr übrig, was die niedrigen Magnesiumwerte vor dem Bungee-Sprung erklärt.

Auch wenn Sie in Ihrem Alltag wahrscheinlich eher selten vor der Situation stehen eine Bungee-Jump bewältigen zu müssen und auch sportliche Großereignisse nicht täglich auf Ihrem Programm stehen, gibt es unter Umständen einen anderen großen Magnesium-Räuber in Ihrem Leben: Den Stress. Denn große geistige Anstrengung (Erregung) bewirkt das gleiche wie sportliche Beanspruchung. Der Körper greift auf seine Magnesium-Reserven zurück und nützt sie im Anlassfall, um Muskeln und Organe optimal zu versorgen. Damit dann kein Mangel folgt, gilt es die Speicher langfristig aufzufüllen. Auch vor, während und nach Phasen hoher mentaler Beanspruchung sollte ganz gezielt auf eine ausreichende Magnesiumversorgung geachtet werden.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

08.04.2019|

Magnesium gegen Wadenkrämpfe

Was hilft bei Wadenkrämpfen?

Nächtliche Wadenkrämpfe treffen, besonders mit zunehmendem Alter, mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Sie sind unangenehm, schmerzhaft und unterbrechen oft mehrfach den Schlaf. Auf die Dauer hat das weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit, speziell auf das Immunsystem. Besonders häufig sind nächtliche Wadenkrämpfe bei Altersdiabetikern, weil bei ihnen der Magnesiumverlust und die größere Krampfneigung des Alters gemeinsam auftreten.

Im Rahmen der monatlichen Kolumne von Univ. Prof. Dr. Sepp Porta widmet er sich diesmal dem Thema Wadenkrämpfe.

Krämpfe und deren Ursache

Wenn man als Ursache von Krämpfen die Nebenwirkung gewisser Medikamente (z. B. Beta-Blocker) ausschließt, so entlarvt man als Auslöser meist den Magnesiummangel. Bei Schwangeren mit bekannt schlechten Magnesiumwerten, werden Magnesiumpräparate (z. B. an der Grazer Klinik) routinemäßig gegen die häufig auftretenden Wadenkrämpfe verabreicht. Die Therapie mit Chinin-Präparaten wirkt schmerzlindernd, richtet sich aber eher gegen Symptome, hat beträchtliche Nebenwirkungen und wird etwa von der Arzneimittelbehörde (FDA) der USA sehr kritisch gesehen.

Die Wirkung von Magnesiumgaben gegen Krämpfe ist – zumindest theoretisch – logisch. Magnesium ist bei Muskelerregung ein Gegenspieler des krampfauslösenden Kalziums, allerdings sollte man es zumindest mehrere Wochen einnehmen. Magnesium ist darüber hinaus nicht nur wirksam gegen Symptome, sondern bietet die einzige Option für eine Behandlung der Ursachen.

 

Die optimale Magnesiumversorgung bringt‘s

Gemeinsam mit meinem Team habe ich zwei Bücher und etwa 150 wissenschaftliche Publikationen über Magnesium geschrieben und kann dies nur bestätigen. Den direkten Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und Muskelkrampf stellten wir bei einer Untersuchung des nächtlichen Zähneknirschens fest, das durch krampfartige Bewegung der Kaumuskeln entsteht: Alle Patienten, die über dieses krampfhafte Zähneknirschen klagten, hatten einen viel zu niedrigen Magnesiumspiegel im Blut.

Kann man also Wirbelsäulenschäden, Medikamentennebenwirkungen usw. ausschließen, so ist tatsächlich die Verbesserung des Magnesiumstatus in den meisten Fällen die Therapie der Wahl, um nächtliche Krämpfe zu vermeiden. Dies gilt auch bei der so häufigen Krampfneigung durch Magnesiummangel bei Diabetikern.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

08.03.2019|

Der Körper – ein kluger Verwalter des Magnesium-Angebotes

Wir haben im Rahmen dieser Artikelserie bereits festgestellt, dass erhöhte Magnesiumwerte im Blut nicht nur von guter Magnesiumversorgung kommen können, sondern auch durch momentanen Magnesiumverlust aus dem Gewebe. Das kommt vorwiegend bei erhöhtem Stress vor.

Hoher Magnesiumspiegel verbessert die Leistung

Wir fragten uns lange, ob die Magnesiumanreicherung des Blutes, selbst wenn sie eine Folge von Magnesiumverlust ist, nicht doch günstige Nebenwirkungen haben könnte.

Durch eine Untersuchung, die wir im „Journal of Endocrinology and Reproduction“ im Jahre 2017 veröffentlicht hatten, konnten wir zeigen, dass die Laufzeiten bei einem 2400m Lauf umso besser ausfielen, je höher die Magnesiumspiegel VORHER im Blut gewesen waren. Weil aber die Teilnehmer vor dem Lauf keine Magnesiumgaben erhalten hatten, musste es die Aufregung sein, die vor dem Start mehr Magnesium aus den Geweben ins Blut geschwemmt hatte.

Magnesium kommt dort zuerst zum Einsatz, wo es gebraucht wird

Warum sollte aber Magnesium zuerst durch Erregung ausgeschwemmt werden, wenn es ja gleich anschließend beim Lauf dringend in den Zellen zur Förderung des Energieumsatzes gebraucht wird?

Die Antwort liegt sehr wahrscheinlich in einer sehr wirtschaftlichen Reaktion unseres Organismus: Diejenigen Körperteile, die Magnesium am dringendsten brauchen – und das sind hier natürlich die Muskeln – greifen vorranging auf das im Blut dargebotene Magnesium zu. So wird ein reich gedeckter Magnesiumtisch im Blut zuerst von denen geplündert, die Magnesium am dringendsten benötigen – von den beim Lauf am meisten belasteten Organen, den Muskeln.

Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass die Magnesiumbereitstellung aus Organen, aber auch die Magnesiumzufuhr von außen, nicht gleichmäßig verteilt alle Körperzellen erreicht. Der Organismus sorgt in kluger Weise dafür, dass vor allem diejenigen Teile am ausgiebigsten versorgt werden, die momentan am meisten davon brauchen.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

10.02.2019|

Müdigkeit und Magnesiummangel schaukeln sich gegenseitig auf.

Wir haben bei unseren Messungen kaum je so niedrige Magnesiumspiegel gesehen, wie bei Ermüdungskranken, sogenannten Burnout-Patienten. Keine oder keiner von ihnen hatte nur annähernd normale Kalzium-, Kalium- oder gar Magnesiumspiegel. Wir wissen auch, woher das kommt: Wenn man richtig müde ist, dann läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren, durch große Mengen von Adrenalin angeregt. Sie wundern sich? Sie glauben nicht, dass jemand, der wie ein welkes Salatblatt in der Ecke hängt, hohe Stoffwechselaktivitäten hat? Dass in diesem Fall viel Adrenalin durch die Adern gepumpt wird, wodurch Magnesium in großen Mengen freigesetzt wird?

Anstrengung aktiviert den Stoffwechsel

Sehen wir es einmal anders herum: Wir waren doch alle schon einmal in der Situation, in der wir nicht schlafen durften. Müde und verzweifelt kämpften wir gegen den Schlaf an. Verstehen Sie? Wir mussten kämpfen, und Kampf braucht hohen Stoffwechsel, braucht Adrenalin. Der äußere Eindruck des Übermüdeten täuscht. Er kämpft, und hört erst dann zu kämpfen auf, wenn er schlafen darf.

Magnesiummangel senkt Leistungsfähigkeit

Das dauernd eingebüßte Magnesium macht die Sache nicht besser. Wir haben an anderer Stelle gemessen, dass klinischer Magnesiummangel (für Interessierte: unter 0,5 mM/l ionisiertes Mg im Blut), zu unverhältnismäßig hohen Anstrengungen für die gleiche Leistung führt. Ein 2400m Läufer braucht entweder bei gleichem Laktataufkommen länger, oder zeigt bei gleicher Endzeit viel höhere Laktatspiegel, die auf viel höheren Energieeinsatz hinweisen. Hohe Magnesiumspiegel wiederum, sind meist mit guten Laufzeiten gekoppelt, wie wir unter anderem im Jahre 2017 publizierten.

Magnesium verbessert Wettbewerbsleistung und halbiert die Erholungszeit

An anderer Stelle konnten wir zeigen, dass schon einmalige Gaben von Magnesiumpräparaten (hier mit zusätzlichen Aminosäuren) vor Wettbewerb oder Erholung, sowohl die Wettbewerbsleistung signifikant verbessern und die Erholungszeit geradezu halbieren.

Der langen Rede kurzer Sinn: Verliert man das bei jeder Energieübertragung so dringend gebrauchte Magnesium durch hohe Beanspruchung, so kann man der nächsten Beanspruchung nur wenig entgegensetzen. Magnesiumgaben aber können diesen Mangel effizient beheben.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

05.01.2019|

Im Stress: Magnesium strömt aus dem Gewebe ins Blut.

Zu drohendem Magnesiummangel haben die meisten von uns nur ungenaue Vorstellungen. Wir fühlen uns dann gut versorgt, wenn die nötige Magnesiumkonzentration in unserem Blut vorliegt. Und das war‘ s dann schon. Höchstens dass wir glauben, Magnesium sollte nicht unter irgendeinem festgelegten Normwert liegen.

Magnesiumbedarf nicht nur bei Sportlern erhöht

Warum sollte dieser Normwert so wichtig sein? Eine einfache Antwort: Fast jede Energieübertragung in unserem Körper ist magnesiumabhängig. Magnesium ist quasi der Ölfilm, der den Motorkolben schmiert. Je intensiver unser Motor arbeitet, desto mehr Öl wird verbraucht, je intensiver wir agieren, desto mehr Magnesium verlieren wir aus unseren Zellen. Sport zum Beispiel, ist so eine intensive Aktivität. Sportler benötigen auch tatsächlich viel mehr Magnesiumnachschub als Bürohengste. Im Allgemeinen stimmt das, aber nicht immer.

Magnesiummangel durch Stress und intensive Denkarbeit

Mit einer meiner Dissertantinnen setzte ich mich eines Nachmittags intensiv schreibend und denkend über den Schlussbericht ihrer Doktorarbeit. Die schlanke junge Dame intensivierte ihren Stoffwechsel noch zusätzlich durch Kaffee und Zigaretten, was – alles zusammengenommen – zu einem beachtlichen Magnesiumverlust führte, wie wir heute wissen. Nach etwa fünf Stunden ununterbrochener Arbeit wurde sie bleich und schwindlig. Ich holte ihr ein Glas Magnesiumbrause und ein Stück Schokolade und siehe da, nach zehn Minuten war sie wieder die Alte. Was haben die intensive Denkarbeit und Sport bezüglich des Magnesiumverlustes gemeinsam? In beiden Fällen steigen die Stresshormonspiegel – und besonders die des Adrenalins. Adrenalin wiederum ist bekannt für seine Fähigkeit, Magnesium nicht nur aus Skelettmuskelzellen, sondern auch aus Herz, Leber, Darm und Hirn herauszuholen.

Hoher Magnesiumspiegel im Blut – lassen Sie sich nicht täuschen!

Es muss also beileibe nicht nur Sport zu erhöhtem Magnesiumverbrauch führen, auch chronische mentale Belastung oder die dauernde Erwartung neuer Aufregungen im Beruf schaffen das jeden Tag. Nicht umsonst bezeichnet man diesen Zustand in der Medizin als „Sympathoadrenale Erwartungshaltung“, wobei beachtliche Energieumsätze entstehen und auch beachtliche Mengen an Magnesium aus den Zellen gepumpt werden. Wohin eigentlich? Natürlich ins allgemeine Verteilersystem, ins Blut. Dort täuschen die erhöhten Magnesiumspiegel dem Arzt eine angenehme Magnesiumsituation vor. Die ist aber letztlich nichts anderes, als eine Art Magnesium-Tsunamiwelle, die aus den Geweben ins Blut überschwappt und der unweigerlich die Ebbe folgt.

Wichtig daher: Adrenalinerhöhung durch Belastung und Stress bewirkt immer Magnesiumverlust aus dem Gewebe, sei es beim Sport oder bei mentaler Anstrengung. Auch vermeintlich satte Blutspiegel von Magnesium sollten deshalb mit Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Werten abgeglichen werden. Hohe Magnesiumspiegel im Blut bei gleichzeitig hohem Puls sind kein Hinweis auf eine gemütliche Magnesiumsituation, sondern ernste Anzeichen von Magnesiumverlust.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

 

Für die rasche Magnesiumversorgung für unterwegs, Dr. Böhm® Magnesium Sport® Sticks!

05.12.2018|
Univ. Prof. Sepp Porta

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta
Präsident der österreichschen Magnesium- und Elektrolytforschungsgesellschaft

Magnesium Wissen Übersicht

Dr. Böhm® Magnesium Sport® + Aminosäuren

Für volle Muskelkraft, Ausdauer und schnelle Regeneration nach dem Sport

Zum Produkt >>
Magnesium Brausetabletten - Packung Dr. Böhm®

Dr. Böhm® Magnesium Sport® Brausetabletten

Als Durstlöscher schnell und einfach in Wasser auflösen.

zum Produkt >

Dr. Böhm® Magnesium Sport® Sticks

Rasche Magnesiumversorgung ohne Flüssigkeit

zum Produkt >
Magnesium Tabletten - Packung Dr. Böhm®

Dr. Böhm® Magnesium Sport® Tabletten

Praktische Tablettenform für eine dauerhafte Basis-Versorgung in der Sportsaison

zum Produkt >