Im Stress: Magnesium strömt aus dem Gewebe ins Blut.

Zu drohendem Magnesiummangel haben die meisten von uns nur ungenaue Vorstellungen. Wir fühlen uns dann gut versorgt, wenn die nötige Magnesiumkonzentration in unserem Blut vorliegt. Und das war‘ s dann schon. Höchstens dass wir glauben, Magnesium sollte nicht unter irgendeinem festgelegten Normwert liegen.

Magnesiumbedarf nicht nur bei Sportlern erhöht

Warum sollte dieser Normwert so wichtig sein? Eine einfache Antwort: Fast jede Energieübertragung in unserem Körper ist magnesiumabhängig. Magnesium ist quasi der Ölfilm, der den Motorkolben schmiert. Je intensiver unser Motor arbeitet, desto mehr Öl wird verbraucht, je intensiver wir agieren, desto mehr Magnesium verlieren wir aus unseren Zellen. Sport zum Beispiel, ist so eine intensive Aktivität. Sportler benötigen auch tatsächlich viel mehr Magnesiumnachschub als Bürohengste. Im Allgemeinen stimmt das, aber nicht immer.

Magnesiummangel durch Stress und intensive Denkarbeit

Mit einer meiner Dissertantinnen setzte ich mich eines Nachmittags intensiv schreibend und denkend über den Schlussbericht ihrer Doktorarbeit. Die schlanke junge Dame intensivierte ihren Stoffwechsel noch zusätzlich durch Kaffee und Zigaretten, was – alles zusammengenommen – zu einem beachtlichen Magnesiumverlust führte, wie wir heute wissen. Nach etwa fünf Stunden ununterbrochener Arbeit wurde sie bleich und schwindlig. Ich holte ihr ein Glas Magnesiumbrause und ein Stück Schokolade und siehe da, nach zehn Minuten war sie wieder die Alte. Was haben die intensive Denkarbeit und Sport bezüglich des Magnesiumverlustes gemeinsam? In beiden Fällen steigen die Stresshormonspiegel – und besonders die des Adrenalins. Adrenalin wiederum ist bekannt für seine Fähigkeit, Magnesium nicht nur aus Skelettmuskelzellen, sondern auch aus Herz, Leber, Darm und Hirn herauszuholen.

Hoher Magnesiumspiegel im Blut – lassen Sie sich nicht täuschen!

Es muss also beileibe nicht nur Sport zu erhöhtem Magnesiumverbrauch führen, auch chronische mentale Belastung oder die dauernde Erwartung neuer Aufregungen im Beruf schaffen das jeden Tag. Nicht umsonst bezeichnet man diesen Zustand in der Medizin als „Sympathoadrenale Erwartungshaltung“, wobei beachtliche Energieumsätze entstehen und auch beachtliche Mengen an Magnesium aus den Zellen gepumpt werden. Wohin eigentlich? Natürlich ins allgemeine Verteilersystem, ins Blut. Dort täuschen die erhöhten Magnesiumspiegel dem Arzt eine angenehme Magnesiumsituation vor. Die ist aber letztlich nichts anderes, als eine Art Magnesium-Tsunamiwelle, die aus den Geweben ins Blut überschwappt und der unweigerlich die Ebbe folgt.

Wichtig daher: Adrenalinerhöhung durch Belastung und Stress bewirkt immer Magnesiumverlust aus dem Gewebe, sei es beim Sport oder bei mentaler Anstrengung. Auch vermeintlich satte Blutspiegel von Magnesium sollten deshalb mit Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Werten abgeglichen werden. Hohe Magnesiumspiegel im Blut bei gleichzeitig hohem Puls sind kein Hinweis auf eine gemütliche Magnesiumsituation, sondern ernste Anzeichen von Magnesiumverlust.

Univ. Prof. Dr. Sepp Porta

 

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